Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Erektile Dysfunktion

(Weitergeleitet von Erektionsstörung)

von lateinisch: erigere - aufrichten, dys - mangelnd, functio - Funktion
Synonyme: Erektionsstörung, Erectio deficiens, ED
Englisch: disturbance of erection, erectile dysfunction

1 Definition

Als Erektile Dysfunktion, kurz ED, bezeichnet man eine gestörte oder fehlende Erektion des Penis bei sexueller Erregung.

2 Einteilung

Man unterscheidet nach dem Zeitpunkt des Auftretens zwei Formen der ED:

  • primäre erektile Dysfunktion: ED seit der Geburt bzw. seit dem Eintreten der Geschlechtsreife. Keine bekannten Erektionen in der Anamnese.
  • sekundäre erektile Dysfunktion: Neu aufgetretene ED bei normalen Erektionen in der Anamnese.

Eine vorübergehende erektile Dysfunktion ist in aller Regel psychisch bedingt (meist bei jüngeren Männern). Bei einer längerfristig bestehenden erektilen Dysfunktion sind die Ursachen oft organische Probleme (meist bei älteren Männern, bei Männern mit Risikofaktoren).

3 Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion gehören:

4 Pathogenese

4.1 Psychisch bedingte ED

Eine Psychisch bedingte erektile Dysfunktion haben diverse psychische Ursachen (Versagenens-Ängste, etc.).

4.2 Organisch bedingte ED

Ursachen für organisch bedingte erektile Dysfunktion können sein:

Eine organisch bedingte Erektionsstörungen hat oft mehrere der genannten Ursachen gleichzeitig (multifaktoriell bedingte erektile Dysfunktion).

5 Diagnostik

Zur Abklärung einer erektilen Dysfunktion ist eine Sexualanamnese und psychologische Exploration (Befragung) erforderlich. Desweiteren können zum Ausschluss einer organischen Störung folgende Untersuchungen nötig sein:

6 Therapie

6.1 Psychisch bedingte ED

Bei psychisch bedingter erektiler Dysfunktion:

6.2 Organisch bedingte ED

Bei organisch bedingter erektile Dysfunktion:

Die Veränderung der Erektionshärte während der Therapie kann mit Hilfe des Erection Hardness Score (EHS) semiquanttativ durch den Patienten selbst protokolliert werden.

Fachgebiete: Sexualmedizin, Urologie

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