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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Nikotinabusus

von lateinisch: abuti - aufbrauchen, missbrauchen
Synonym: Nikotinmissbrauch
Englisch: nicotine abuse

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Als Nikotinabusus bezeichnet man den Missbrauch von Nikotin zur Befriedigung einer Nikotinabhängigkeit (Nikotinsucht).

  • ICD10-Code: F17.1 - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Schädlicher Gebrauch

2 Hintergrund

Der Begriff "Nikotinabusus" ist teilweise irreführend, da er impliziert, dass Nikotin auch nicht oder nur wenig gesundheitsschädlich konsumiert werden kann. Streng genommen ist jedoch jeder Gebrauch (Rauchgasinhalation, Paffen oder Schnupfen) von nikotinhaltigen Stoffen, wegen des hohen Abhängigkeitspotentials als Missbrauch anzusehen.

3 Epidemiologie

Der Nikotinabusus ist in Deutschland weitverbreitet. Etwa 20 Millionen der Erwachsenen rauchen. Davon sind etwa 60 bis 70 % nikotinabhängig.

4 Formen

Die wichtigsten Formen des Nikotinabusus sind:

Jede dieser Formen löst bei chronischer Anwendung neben den toxischen Effekten des Nikotins spezifische Gesundheitsschäden aus, die durch ihre Applikationsart bedingt sind.

5 Gründe

Die Ursachen für einen Nikotinabusus sind vielfältig, sind jedoch zum überwiegenden Teil auf das hohe Suchtpotential des Nikotins zurückzuführen.

Nikotin erzeugt im Gehirn das Verlangen nach Tabakerzeugnissen. Durch das immer kürzer werdende gewöhnungsbedingte Reiz-Reaktions-Intervall wird der Tabakkonsum erhöht. Die Nikotinabstinenz führt umgekehrt zu Unruhe, Aggressivität und Depressionen.

6 Folgeerkrankungen

Der regelmäßige Nikotinkonsum kann zu zahlreichen Folgeerkrankungen führen, wie z.B.

Die Kosten für das Gesundheitswesen, die durch Nikotinabusus und seine Folgeerkrankungen ausgelöst werden, sind enorm.

7 Therapie

Die Therapie erfolgt psychotherapeutisch (z.B. Verhaltenstherapie) oder pharmakologisch. Zur pharmakologischen Therapie stehen die Wirkstoffe Vareniclin oder Bupropion zur Verfügung. Beide Wirkstoffe sind sogenannte Lifestyle-Medikamente und werden daher von den gesetzlichen Krankenkasse nicht erstattet. Des Weiteren ist eine Nikotinersatztherapie mit nikotinhaltigen Nasensprays oder Pflastern möglich.

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