Androgenetische Alopezie
Synonym: Androgenetischer Haarausfall, alopecia androgenetica, erblich bedingter Haarausfall, durch Androgene hervorgerufener Haarausfall
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1 Definition
Bei der Androgenetischen Alopezie handelt es sich um eine spezielle Form des erblich bedingten Haarausfalls. Pathophysiologische Grundlage dieses Leidens ist eine starke Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen Dihydrotestosteron (DHT) – ein Steroidhormon.
2 Beschreibung
Die Überempfindlichkeit gegen DHT ist ausschließlich auf vererbte genetische Faktoren zurückzuführen. Folgen dieser Überempfindlichkeit ist eine signifikante Verkürzung der Anagenphase (Wachstumsphase) der Haare. Diese Wachstumsphase wird derart kurz, dass die zeitweise noch entstehenden Härchen so klein sind, dass sie mit bloßem Auge kaum noch erkennbar sind. Nach längerer Zeit in diesem Zustand kommt es zu einer Verkümmerung der Haarfollikel, insbesondere im Bereich des Hinterkopfes.
3 Pathophysiologie
Das Steroidhormon DHT entsteht durch enzymatische Umwandlung aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron durch die 5α-Reduktase. Funktion des DHT ist die Entwicklung vom Jungen zum Mann – insbesondere in Bezug auf die Schambehaarung. Erst vor wenigen Monaten konnte Prostaglandin D2 als weiterer wesentlicher Mitverursacher der Androgenetischen Alopezie identifiziert werden.
4 Therapie
Bestimmte Medikamente hemmen die enzymatische Umwandlung von Testosteron in DHT und wirken damit dem Haarausfall entgegen.
Tags: Androgen, Haarausfall, Testosteron
Fachgebiete: Interdisziplinäre Fachgebiete
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