Synonym: Vena
Englisch: vein


Venen sind Blutgefäße, die das im Körper zirkulierende Blut zurück zum Herzen führen. Mit Ausnahme der Lungenvenen transportieren sie sauerstoffarmes sogenanntes "venöses" Blut. Die Venen sind Teil des kardiovaskulären System und gehören zum so genannten Niederdrucksystem, das als Blutspeicher dient.
Nach ihrem Abstand vom Herzen kann man ferner zentrale Venen und periphere Venen unterscheiden. Als Begleitvenen (Venae comitantes) bezeichnet man kleinere Venenpaare, die eng an ein arterielles Leitgefäß geschmiegt sind.
Die oberflächlich gelegenen Venen des menschlichen Körpers sind mit bloßem Auge erkennbar. Sie erscheinen als bläuliche Vorwölbungen im oder über dem Hautniveau. Bei Stauung einer Extremität treten sie deutlicher hervor.
Oberflächliche Venen erscheinen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als kurzwelliges blaues Licht. Blaues Licht wird reflektiert, rotes absorbiert - dadurch erscheinen die Venen bis zu einer Gewebetiefe von 1 bis 2 Millimetern blau.
Der histologische Aufbau der Venen unterscheidet sich deutlich von dem der Arterien. Die Venenwand ist dünner und der Schichtenbau weniger deutlich ausgeprägt. Die Venenwand enthält neben glatter Muskulatur und elastischem Material größere Mengen kollagener Fibrillen. Dadurch wird die Dehnbarkeit des Venenrohres vermindert. Die Media fällt deutlich schwächer aus, Adventitia besitzt keine genaue Abgrenzung, da ihre Collagenfasern in die Umgebung einstrahlen.
Die Struktur der Venen unterscheidet sich auch in Abhängigkeit von ihrer Lokalisation:
Venen sind ein idealer Zugang für die parenterale Zufuhr von Flüssigkeit und Medikamenten, oder um Blut für diagnostische Zwecke zu entnehmen. Die Venenpunktion gehört daher zu den wichtigsten ärztlichen Techniken.
Die Erkrankungen der Venen sind die Domäne der Phlebologie. Wichtige Venenerkrankungen sind unter anderem:


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