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Lymphfollikel

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Folliculus lymphaticus, Nodulus lymphaticus
Englisch: lymph follicle

1. Definition [bearbeiten]

Lymphfollikel sind lichtmikroskopisch sichtbare kugelige Kolonien von B-Lymphozyten, in denen die Vermehrung und Differenzierung der B-Lymphozyten zu Plasmazellen stattfindet.

2. Entwicklungsstadien [bearbeiten]

2.1. Primärfollikel [bearbeiten]

Lymphfollikel werden als sogenannte Primärknötchen oder Primärfollikel angelegt. Sie zeigen eine homogene Verteilung kleiner Lymphozyten.

2.2. Sekundärfollikel [bearbeiten]

Nach Antigenkontakt kommt es in den Lymphfollikeln zur mitotischen Vermehrung und Differenzierung der B-Lymphozyten, die mit einer charakteristischen Verteilung der verschiedenen lymphozytären Entwicklungsstadien einhergeht. Die derart aktivierten Lymphfollikel werden auch als Sekundärknötchen oder Sekundärfollikel bezeichnet. Sie besitzen ein weniger dichtes Keimzentrum, das von einer Rinde aus dicht gelagerten Lymphozyten umgeben ist. Die Zellen im Keimzentrum stellen aktivierte Lymphozyten dar, die sich über das Stadium des Zentrozyten in Plasmazellen differenzieren.

Weiterhin finden sich im Lymphfollikel Retikulumzellen (Grundgerüst des lympahtischen Gewebes), follikuläre dendritische Zellen (Antigenpräsentation) und T-Helfer-Zellen (B-Zell-Aktivierung).

3. Vorkommen [bearbeiten]

Lymphfollikel kommen vermehrt dort vor, wo die Exposition gegenüber Antigenen hoch ist. Zahlreich sind sie daher in lymphatischen Organen wie Lymphknoten, Milz und Tonsilla palatina zu finden. Weiterhin sind Lymphfollikel in größeren Mengen in den Schleimhäuten (MALT) von Gastrointestinaltrakt (GALT), Respirationstrakt (BALT) und Urogenitaltrakt zu finden.

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