nach Hans Christian Gram, dänischer Bakteriologe (1853-1928)
Englisch: Gram's stain, Gram stain, Gram staining procedure
Die Gram-Färbung dient zur Darstellung von Bakterien in der Lichtmikroskopie. Nach ihrem Färbeverhalten in der Gram-Färbung werden Bakterien in grampositiv und gramnegativ klassifiziert. Die Gram-Färbung ist eine der wichtigsten Färbungen in der medizinischen Mikrobiologie.
Anilin-Farbstoffe bilden mit Jod Komplexe. Diese Farbstoffkomplexe können mit Alkohol aus bakteriellen Zellwänden mit einer Schicht Peptidoglykan (Murein) herausgelöst werden. Enthält die Zellwand eines Bakteriums hingegen mehrere Schichten Peptidoglykan, so kann der Farbstoffkomplex nicht mehr aus der Zellwand gelöst werden.
Die Durchführung an einem hitzefixierten Präparat umfasst vier Einzelschritte:
Die Gram-Färbung ist sehr einfach und kostengünstig durchzuführen. Die Interpretation ist einfach:
Durch das Lichtmikroskop kann ebenfalls eine Aussage über die Morphologie (Kokken? Stäbchen?) der vorliegenden Bakterien gemacht werden. So kann in vielen Fällen bereits eine Verdachtsdiagnose erstellt werden, die wegweisend für eine antibiotische Therapie sein kann.


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