Schuchardt-Schiene: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 26. November 2024, 19:49 Uhr

nach dem deutschen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen Karl Schuchardt

Definition

Die Schuchardt-Schiene ist eine Drahtbogen-Kunststoff-Schiene, die zur konservativen Versorgung von Kieferfrakturen in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie genutzt wird.

Aufbau

Die Schuchardt-Schiene besteht meist aus einer Sprossenschiene aus weichem Stahldraht und 8 Quersprossen.

Anpassung

Nach der Reposition der Fraktur wird der vorgefertigte Schienungsdraht möglichst genau an die vestibulären Zahnflächen angebogen. Die okklusalen Seiten der Sprossen werden über die Kauflächen der Zähne gebogen. Dadurch wird die Schiene okklusal abgestützt und kann nicht verrutschen – so wird eine übermäßige Irritation der Gingiva verhindert.

Nach der Adaptation werden sowohl die Schiene als auch die Drahtenden mit autopolymerisierendem Kunststoff befestigt. Dabei müssen das marginale Parodontium und die Interdentalpapillen geschont werden. Nach dem Aushärten des Kunststoffes werden die Kauflächensprossen abgetrennt und die Schienenoberfläche wird geglättet und poliert.

Im Oberkiefer kann die Schuchardt-Schiene mit einer Gaumenplatte ergänzt werden.

Vorteile

Die Schuchardt-Schiene ist relativ leicht anzupassen und kann theoretisch auch ohne Dentallabor angefertigt werden.

Literatur