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Verbrennungschirurgie

Englisch: burn surgery

1 Definition

Die Verbrennungschirurgie beschäftigt sich mit der Akut- und Intensivbehandlung von Verbrennungen in spezialisierten Zentren und der Behandlung der Verbrennungsfolgen. Hierbei kommen v.a. Methoden der rekonstruktiven Chirurgie zum Einsatz.

2 Hintergrund

Die Behandlung von großflächigen Verbrennungen erfordert zunächst eine intensivmedizinische Betreuung. Im Anschluss wird durch Hauttransplantationen und Lappenplastiken eine Deckung der Hautdefekte angestrebt.

3 Pathophysiologie

Hitzeexpositionen führen zu einer progressiven Beeinträchtigung zellulärer Funktionen. Eine Hemmung der Enzymfunktionen beginnt bereits ab einer Gewebetemperatur von 40°C. Eine Erhitzung der Haut auf über 60°C schädigt die Zellen in zwei aufeinanderfolgenden Schritten:

  • Zunächst kommt es zu einer direkten thermischen Schädigung der Zelle durch Denaturierung von Struktur- und Funktionsproteinen, die zu einer Koagulationsnekrose führt.
  • Im Anschluss daran lösen die Zerstörung des Gefäßnetzes der Endstrombahn und die massive Freisetzung von Entzündungsmediatoren einen fortschreitenden lokalen Zellschaden und eine systemische Entzündungsreaktion aus.

4 Literatur

  • Schumpelick, V. Beese, N. Mommsen, U. (2010) Kurzlehrbuch Chirurgie (8. Auflage). Thieme'

Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2021 um 23:22 Uhr bearbeitet.

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