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Vaginaler Zyklus

Synonyme: Vaginalzyklus, Scheidenzyklus

1 Definition

Unter dem vaginalen Zyklus versteht man die morphologischen und funktionellen Veränderungen des Vaginalepithels, die im Rahmen des weiblichen Zyklus stattfinden.

2 Hintergrund

Das Vaginalepithel reagiert ähnlich wie das Endometrium sehr empfindlich auf die hormonellen Schwankungen während des weiblichen Zyklus. In der Proliferationsphase nimmt unter dem Einfluss von Östrogen die Anzahl der Zelllagen des Vaginalepithels durch vermehrte Zellteilung zu. Parallel wird die Synthese von Glykogen in den Epithelzellen gesteigert. In der präovulatorischen Phase erreicht die Dicke des Vaginalepithels ihr Maximum. In den obersten Zelllagen findet eine Keratinisierung statt.

Nach der Ovulation schilfern die Epithelzellen - ausgelöst von einem sinkenden Östrogen- und steigenden Progesteronspiegel - ab (Desquamation). Die Epitheldicke verringert sich dadurch wieder.

Der Ablauf des vaginalen Zyklus kann mit Hilfe der Vaginalzytologie überprüft werden. Den Östrogeneinfluss bestimmt man dabei semiquantitativ mit Hilfe des Karyopyknoseindex.

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Fachgebiete: Physiologie

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