Unbedingte Wahrscheinlichkeit
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Definition
Die unbedingte Wahrscheinlichkeit ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ohne zusätzliche Voraussetzung oder einschränkende Bedingung.
Hintergrund
Sie beschreibt, wie häufig ein Ereignis in einer festgelegten Grundgesamtheit zu erwarten ist. Der Bezugsrahmen ist dabei entscheidend: Die unbedingte Wahrscheinlichkeit einer Krankheit kann in der Gesamtbevölkerung anders sein als in einer Altersgruppe, Risikogruppe oder klinisch vorselektierten Patientengruppe.
Beispiel
Wenn eine Krankheit in einer Bevölkerung bei 1 von 1.000 Personen vorkommt, beträgt ihre unbedingte Wahrscheinlichkeit 0,1 %. Diese Angabe sagt zunächst nur etwas über die Häufigkeit in dieser Bevölkerung aus. Sie sagt nicht, wie wahrscheinlich die Krankheit bei einer bestimmten Person mit Symptomen oder nach einem auffälligen Testergebnis ist.
Bedeutung
Unbedingte Wahrscheinlichkeiten dienen als Ausgangswert für Risikoabschätzungen, Screeningentscheidungen und diagnostische Überlegungen. In der Medizin entspricht dies häufig der Grundwahrscheinlichkeit oder Vortestwahrscheinlichkeit, bevor zusätzliche Informationen wie Symptome, Befunde oder Testergebnisse berücksichtigt werden.
Abgrenzung
Im Unterschied zur bedingten Wahrscheinlichkeit berücksichtigt die unbedingte Wahrscheinlichkeit keine zusätzliche Information. Sobald eine Voraussetzung einbezogen wird, etwa „bei positivem Test“ oder „bei bestehendem Risikofaktor“, handelt es sich um eine bedingte Wahrscheinlichkeit.