Bedingte Wahrscheinlichkeit
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Definition
Die bedingte Wahrscheinlichkeit ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses unter der Voraussetzung, dass ein anderes Ereignis bereits eingetreten ist oder als gegeben angenommen wird.
Hintergrund
Sie beschreibt nicht, wie häufig ein Ereignis insgesamt auftritt, sondern wie wahrscheinlich es innerhalb einer bestimmten Teilgruppe ist. Beispiel: Die Wahrscheinlichkeit für eine Krankheit kann in der Gesamtbevölkerung niedrig, bei Personen mit einem auffälligen Testergebnis jedoch deutlich höher sein. Die Zusatzinformation verändert also den Bezugsrahmen der Berechnung.
Beispiel
Wenn ein medizinischer Test bei Kranken in 99 % der Fälle positiv ausfällt, bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests unter der Bedingung, dass die Person krank ist, beträgt 99 %. Daraus folgt nicht automatisch, dass eine Person mit positivem Test zu 99 % krank ist. Dafür müssen zusätzlich die Häufigkeit der Krankheit in der untersuchten Gruppe und die Rate falsch positiver Befunde berücksichtigt werden.
Bedeutung
Bedingte Wahrscheinlichkeiten sind zentral für die Interpretation diagnostischer Tests, Prognosen und Risikobewertungen. Sie helfen, zwischen verschiedenen Fragestellungen zu unterscheiden, etwa zwischen „Wie wahrscheinlich ist ein positiver Test bei Krankheit?“ und „Wie wahrscheinlich ist die Krankheit bei positivem Test?“
Abgrenzung
Die unbedingte Wahrscheinlichkeit beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ohne zusätzliche Voraussetzung. Die bedingte Wahrscheinlichkeit hängt dagegen ausdrücklich von einer gegebenen Information ab und kann sich dadurch erheblich von der unbedingten Wahrscheinlichkeit unterscheiden.