Tuberkuloseschutzimpfung
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Damit ist der Bacillus-Calmette-Guérin-Impfstoff (BCG) gemeint. Dieser ist ein Impfstoff, der in erster Linie gegen Tuberkulose (TB) eingesetzt wird. Er ist nach seinen Erfindern Albert Calmette und Camille Guérin benannt. In Ländern, in denen Tuberkulose oder Lepra häufig vorkommt, wird gesunden Neugeborenen möglichst bald nach der Geburt eine Dosis empfohlen. In Regionen, in denen Tuberkulose selten ist, werden in der Regel nur Kinder mit hohem Risiko geimpft, während Verdachtsfälle individuell getestet und behandelt werden. Auch Erwachsene, die häufig Tuberkulose ausgesetzt sind, können geimpft werden. Der BCG-Impfstoff zeigt zudem eine gewisse Wirksamkeit gegen Buruli-Ulkus-Infektionen und andere nicht-tuberkulöse Mykobakterien-Infektionen. Außerdem wird er häufig als Teil der Behandlung von Blasenkrebs eingesetzt.
Die Schutzrate gegen eine Tuberkulose-Infektion variiert stark, und der Schutz kann bis zu 20 Jahre anhalten. Bei Kindern verhindert der Impfstoff etwa 20 % der Infektionen; von den Kindern, die sich dennoch infizieren, wird ungefähr die Hälfte vor dem Ausbruch der Krankheit geschützt. Der Impfstoff wird in die Haut injiziert. Es gibt keine Hinweise, dass zusätzliche Auffrischungsdosen einen Nutzen bringen.
Schwere Nebenwirkungen sind selten. Häufig treten Rubor, Tumor und Dolor an der Injektionsstelle auf. Es kann sich auch ein kleines Geschwür bilden, das nach dem Abheilen eine Narbe hinterlässt. Nebenwirkungen treten häufiger und potenziell schwerer bei immungeschwächten Personen auf. Obwohl keine schädlichen Auswirkungen auf den Fetus beobachtet wurden, gibt es unzureichende Daten zur Sicherheit in der Schwangerschaft. Daher wird die Impfung während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Der Impfstoff wurde ursprünglich aus Mycobacterium bovis entwickelt, einem Bakterium, das häufig bei Rindern vorkommt. Obwohl es abgeschwächt wurde, handelt es sich weiterhin um einen Lebendimpfstoff.
Der BCG-Impfstoff wurde erstmals 1921 medizinisch eingesetzt. Er steht auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 2004 erhielten weltweit jährlich etwa 100 Millionen Kinder diesen Impfstoff.