Rubor
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Loslegenvon lateinisch: rubor - Röte, Rötung
Englisch: redness
Definition
Unter Rubor versteht man die durch eine vermehrte Durchblutung (Hyperämie) entstehende Rötung eines Gewebes. Rötung ist eines der fünf klassischen Entzündungszeichen nach Galen und zählt zu den Allgemeinsymptomen.
- ICD10-Code: R68.8
Hintergrund
Rubor tritt besonders bei akuten Entzündungsprozessen auf. Ursache ist eine Erweiterung der Blutkapillaren im Gewebe, ausgelöst durch Entzündungsmediatoren wie Histamin, Prostaglandine und Stickstoffmonoxid (NO). Die stärkere lokale Durchblutung erhöht die Konzentration des im Blut enthaltenen Farbstoffs Hämoglobin im Gewebe und führt so zur charakteristischen Rötung.
Rubor kann auch ohne Entzündung auftreten, z.B. durch emotionale oder physiologische Reize (Erröten, Wärme, Anstrengung), Flush-Symptomatik, Alkohol- oder Medikamentenwirkung sowie bei Polycythaemia vera oder Kohlenmonoxidvergiftung. Charakteristisch ist dabei das Fehlen der übrigen Entzündungszeichen.
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Bildquelle
- Bildquelle Causa obscura: © Alexander Lyashkov / Unsplash