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Terson-Syndrom

Englisch: Terson syndrome, Terson's syndrome

1 Definition

Das Terson-Syndrom beschreibt eine Glaskörperblutung, die als direkte Folge einer Subarachnoidalblutung (SAB) auftritt. Prognostisch ist dabei die Wahrscheinlichkeit, an der SAB zu sterben, höher als bei einer Nicht-Beteiligung des Auges.

2 Entdeckung

Erstbeschreiber des Terson-Syndroms ist der Mediziner Moritz Litten, der den Symptomenkomplex 1881 dokumentierte.

3 Namensgebung

Benannt ist das Syndrom nach dem französischen Augenarzt Albert Terson.

4 Häufigkeit

Zwischen 10 und 37 % der Patienten mit einer SAB entwickeln ein Terson-Syndrom.

5 Diagnose

Da eine ophthalmologische Untersuchung nicht zum Standardvorgehen einer Neurochirurgie gehört, bleiben leichte Fälle des Terson-Syndroms oft unerkannt. Die weiteren Fälle werden im Rahmen einer Augenuntersuchung oder durch Zufall erkannt.

6 Therapie

Spontanremissionen sind häufig. Ansonsten kann durch moderne Vitrektomieverfahren die Blutung meist problemlos entfernt werden. Auch unbehandelte Augen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da ein Terson-Syndrom zu Komplikationen wie z. B. dem Sekundärglaukom oder einer Amblyopie führen kann.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Dezember 2015 um 13:52 Uhr bearbeitet.

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