Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Sissi-Syndrom

Synonyme: Sisi-Syndrom, Sissy-Syndrom
Englisch: Sissi syndrome

1 Definition

Als Sissi-Syndrom wird in der Psychiatrie eine angebliche Sonderform der agitierten Depression bezeichnet, die durch gesteigerte Motivation, Sprunghaftigkeit, Hyperaktivität, Einhalten von Diäten und extremen Körperkult gekennzeichnet ist. Die Existenz dieses Syndroms ist jedoch umstritten, es ist derzeit nicht als eigene, nosologische Erkrankung anerkannt.

2 Hintergrund

Das Syndrom wurde nach der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissi) benannt, die von dieser Sonderform der Depression betroffen gewesen sein soll. Nach Markus Burgmer und einer internationalen Expertenkonvention ist das Syndrom lediglich eine Erfindung der pharmazeutischen Industrie, das Krankheitsbild ist demnach nicht ausreichend wissenschaftlich begründet.

3 Auftreten

Das Sissi-Syndrom soll bei ungefähr einem Drittel aller weiblichen Depressiven auftreten und die richtige Diagnose einer Depression erschweren. In Deutschland sollen ungefähr 3 Millionen Menschen vom Sissi-Syndrom betroffen sein.

4 Symptome

  • gesteigerter Antrieb, Rastlosigkeit, Hyperaktivität
  • rasche Stimmungsschwankungen
  • extremer Körperkult, striktes Einhalten von Diäten oder Fastenkuren, Essstörungen, Untergewicht
  • exzessiver (Hochleistungs-) Sport
  • Reiseaktivitäten
  • Sinnsuche
  • Selbstwertprobleme
  • zahlreiche Selbstbehandlungsversuche
  • häufig beruflich erfolgreiche Persönlichkeiten mit makellosem Aussehen
  • Schlafstörungen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

4 Wertungen (3.75 ø)

7.756 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: