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Schilddrüsenfollikel

Synonym: Folliculi glandulae thyroideae
Englisch: thyroid follicle

1 Definition

Als Schilddrüsenfollikel bezeichnet man epithelial begrenzte bläschenförmige Hohlraumstrukturen des Schilddrüsenparenchyms, die als abgeschlossene Kompartimente der Synthese und Speicherung der lipophilen Schilddrüsenhormone dienen.

2 Histologie

Die Schilddrüsenfollikel haben eine kugelige oder ovoide Form. Ihr Durchmesser kann stark variieren und beträgt in der Regel zwischen 50 und 200 µm. Sie weisen ein einschichtiges Epithel aus Schilddrüsenepithelzellen (Thyreozyten) auf, welches das Lumen der Follikel vollständig umschließt. Abhängig von der Syntheseaktivität erscheinen die Schildrüsenepithelzellen abgeplattet bis kubisch. Ihr mikrovillibesetzter apikaler Pol ragt in das Follikellumen, währendessen ihre Basis durch eine den Follikel umscheidende Basalmembran stabilisiert wird.

Innerhalb der Follikel findet die Schilddrüsenhormonsynthese statt. Hier befindet sich das Protein Thyreoglobulin, an das die inaktiven Vorstufen der Schilddrüsenhormone gebunden sind. Es bildet eine gelatinöse, homogen anfärbbare Masse, die als Kolloid bezeichnet wird.

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