Schichtdicke (CT)
Synonyme: Schichtbreite, Schichtstärke
Englisch: slice thickness
Definition
Die Schichtdicke bezeichnet in der Computertomographie (CT) die Ausdehnung eines rekonstruierten Schnittbildes entlang der Patientenlängsachse (z-Richtung). Sie bestimmt, über welchen Bereich des Körpers die gemessenen CT-Zahlen innerhalb eines Bildes gemittelt werden.
Hintergrund
Bei der CT werden während der Rotation von Röntgenröhre und Detektoren Projektionsdaten aus vielen verschiedenen Richtungen erfasst. Aus diesen Messdaten werden anschließend mithilfe der Bildrekonstruktion einzelne Schnittbilder berechnet.
Die Schichtdicke ergibt sich aus mehreren technischen Faktoren, insbesondere:
- der Kollimation des Röntgenstrahls
- der Geometrie der Detektorzeilen
- dem verwendeten Rekonstruktionsalgorithmus
Bei modernen Multidetektor-CT-Systemen können aus einem Datensatz mehrere Schichten mit unterschiedlicher Dicke rekonstruiert werden.
Einfluss auf die Bildqualität
Die Schichtdicke beeinflusst mehrere wichtige Eigenschaften des CT-Bildes:
- Ortsauflösung in z-Richtung: dünnere Schichten verbessern die räumliche Auflösung entlang der Körperachse
- Bildrauschen: dünnere Schichten enthalten weniger Photonen und führen daher zu stärkerem Bildrauschen
- Partialvolumenartefakt: dicke Schichten erhöhen den Partialvolumeneffekt, da verschiedene Gewebe innerhalb einer Schicht gemittelt werden
Es besteht daher ein Kompromiss zwischen hoher räumlicher Auflösung und geringem Bildrauschen.
Typische Werte
Bedeutung für Rekonstruktionen
Dünne Schichten ermöglichen nahezu isotrope Voxel und sind Voraussetzung für hochwertige Multiplanare Rekonstruktionen (MPR) sowie für 3D-Rekonstruktionen aus CT-Datensätzen.