Projektionsdaten (CT)
Englisch: projection data, raw data
Definition
Projektionsdaten sind die Rohdaten eines Computertomographen, die bei der Durchstrahlung des Körpers aus verschiedenen Projektionen gewonnen werden. Sie beschreiben die Intensität der Röntgenstrahlung nach ihrem Durchgang durch den Patienten und bilden die Grundlage der Bildrekonstruktion.
Physikalischer Hintergrund
Während einer CT-Untersuchung sendet die Röntgenröhre ein fächer- oder kegelförmiges Strahlenbündel aus, das den Körper des Patienten durchdringt. Die CT-Detektoren messen die Intensität der Strahlung, nachdem sie im Gewebe unterschiedlich stark abgeschwächt wurde. Jede einzelne Messung entspricht einer Projektion des Schwächungsprofils entlang eines bestimmten Strahlenwegs durch den Körper. Während der Rotation der Gantry werden solche Projektionen aus vielen unterschiedlichen Winkeln erfasst. Die Gesamtheit dieser Messwerte bildet die Projektionsdaten der Untersuchung.
Mathematische Bedeutung
Die Projektionsdaten repräsentieren mathematisch Linienintegrale des linearen Schwächungskoeffizienten entlang der jeweiligen Strahlenwege. Ziel der CT-Rekonstruktion ist es, aus diesen Linienintegralen die räumliche Verteilung der Schwächung im untersuchten Volumen zu berechnen. Hierzu werden spezielle Rekonstruktionsalgorithmen eingesetzt, beispielsweise:
Sinogramm
Die Projektionsdaten können grafisch in Form eines Sinogramms dargestellt werden. Dabei werden die gemessenen Intensitätswerte in Abhängigkeit vom Projektionswinkel und von der Detektorposition aufgetragen. Das Sinogramm enthält die vollständige Information der Messdaten und dient als Ausgangspunkt für die mathematische Rekonstruktion der CT-Schnittbilder.