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Endocarditis rheumatica

(Weitergeleitet von Rheumatische Endokarditis)

von lateinisch: verruca - Warze
Synonyme: rheumatische Endokarditis, Endocarditis verrucosa rheumatica

1 Definition

Unter einer Endocarditis rheumatica versteht man eine abakterielle Endokarditis, die als postinfektiöse Komplikation einer Infektion mit beta-hämolysierenden A-Streptokokken auftritt. Sie ist die häufigste Form der Endokarditis.

2 Pathologie

Die Endokarditis rheumatica ist die Teilerscheinung eines rheumatischen Fiebers. Durch Antigen-Antikörper-Reaktionen kommt es zunächst zu einer glasigen Aufquellung der Herzklappe (Endocarditis serosa). Im weiteren Verlauf bilden sich warzenähnliche Auflagerungen, die aus Fibrin und Thrombozyten bestehen. Man findet sie v.a. an den hämodynamisch besonders beanspruchten Schlussrändern der Mitral- oder Aortenklappe. Histologisch sieht man eingewanderte Lymphozyten und Plasmazellen sowie das Einsprießen von Blutkapillaren mit bindegewebiger Organisation der Thromben.

Tags:

Fachgebiete: Pathologie

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juli 2020 um 22:15 Uhr bearbeitet.

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