Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

RRNA

Synonym: ribosomale RNA

1 Definition

Die rRNA ist eine Klasse von Ribonukleinsäuren, die als Baustein der Ribosomen dient. Sie stellt mit mehr als 60 % den größten Anteil der ribosomalen Strukturmoleküle. Die rRNA kann viele verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel die einer Haarnadel. Sie kommt wie die t- und die mRNA im Zytoplasma, im Zellkern (Nucleolus) und in Plastiden vor.

2 Prokarytische rRNA

Prokaryoten enthalten folgende rRNA-Moleküle im Ribosom:

  • 50 S-Untereinheit:
    • 23 S-rRNA (~ 2.900 Nukleotide)
    • 5 S-rRNA (~ 120 Nukleotide)
  • 30 S-Untereinheit:
    • 16 S-rRNA (~ 1.500 Nukleotide)

Die 16 S-rRNA ist entscheidend für die Initiation der Translation. Sie bindet die Shine-Dalgarno-Sequenz vor dem Startcodon. Der komplementäre Bereich befindet sich am 3'-Ende und wird auch als "Anti-Shine-Dalgarno-Sequenz" bezeichnet.

3 Eukaryotische rRNA

Eukaryoten enthalten folgende rRNA-Moleküle im Ribosom:

  • 60 S-Untereinheit:
    • 28 S-rRNA (~ 4.700 Nukleotide)
    • 5,8 S-rRNA (~ 160 Nukleotide)
    • 5 S-rRNA (~ 120 Nukleotide)
  • 40 S-Untereinheit:
    • 18 S-rRNA (~ 1900 Nukleotide)

Bis auf die 5 S-rRNA entstehen alle eukaryotischen rRNAs durch Prozessierung aus der 45 S-Prä-rRNA, die im Nucleolus synthetisiert wird.

Fachgebiete: Biochemie, Biologie

Diese Seite wurde zuletzt am 5. April 2022 um 15:46 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

28 Wertungen (3.36 ø)

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: