Repetitionszeit
Synonym: Pulswiederholzeit
Englisch: repetition time
Definition
Die Repetitionszeit, kurz TR, ist in der Magnetresonanztomographie (MRT) die Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Hochfrequenzpulsen zur Anregung desselben Volumenelements. Sie ist ein zentraler Sequenzparameter und bestimmt maßgeblich den Einfluss der T1-Relaxation auf den Bildkontrast.
Physikalische Grundlagen
Nach einem Hochfrequenzpuls ist die Longitudinalmagnetisierung reduziert und erholt sich im Verlauf durch T1-Relaxation. Die Repetitionszeit legt fest, wie viel Zeit dieser Erholung vor der nächsten Anregung zur Verfügung steht.
- kurze TR: unvollständige Erholung der Longitudinalmagnetisierung
- lange TR: nahezu vollständige Erholung der Longitudinalmagnetisierung
Damit beeinflusst die TR direkt die Höhe der verfügbaren Magnetisierung für die nächste Signalentstehung.
Einfluss auf den Bildkontrast
Die Repetitionszeit ist der entscheidende Parameter für die T1-Gewichtung:
- kurze TR: starke T1-Gewichtung
- lange TR: geringe T1-Abhängigkeit (z.B. Protonendichte-Gewichtung)
Unterschiede in der T1-Relaxation verschiedener Gewebe führen bei kurzer TR zu unterschiedlichen Signalintensitäten.
Einfluss auf die Bildakquisitionszeit
Die Repetitionszeit ist ein wesentlicher Faktor der Gesamtmesszeit:
- längere TR: längere Untersuchungsdauer
- kürzere TR: schnellere Bildakquisition
Die Gesamtmesszeit ergibt sich vereinfacht aus:
Sättigungseffekte
Bei kurzen Repetitionszeiten kommt es zu einer unvollständigen Regeneration der Longitudinalmagnetisierung. Dies führt zu sogenannten Sättigungseffekten:
- reduzierte Signalintensität
- verstärkte T1-Kontrastierung
Diese Effekte werden gezielt in schnellen Sequenzen genutzt.
Abgrenzung zu weiteren Sequenzparametern
Neben der Repetitionszeit beeinflussen weitere Parameter den Bildkontrast:
- Echozeit (TE): bestimmt die T2-Gewichtung
- Inversionszeit (TI): relevant für Inversion-Recovery-Sequenzen