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Prozessivität

Englisch: processivity

1 Definition

Als Prozessivität bezeichnet man die Eigenschaft von Enzymen, mehrere Reaktionen unterbrechungsfrei an einem Substrat durchzuführen, ohne dass sich das Enzym ablöst. Sie wird beispielsweise durch die Anzahl der synthetisierten Polymere gemessen und wird meist im Kontext der Polymerasen verwendet.

2 Beispiele

2.1 DNA-Polymerasen

Im Menschen existieren 14 DNA-Polymerasen, die sehr große Unterschiede hinsichtlich ihrer Prozessivität aufweisen. Die replikativen Polymerasen δ und ε weisen eine sehr hohe Prozessivität auf und können tausende Nukleotide am Stück einsetzen. Im starken Kontrast dazu stehen spezialisierte Enzyme, wie die Transläsionspolymerasen, die nur wenige Nukleotide synthetisieren. Die geringste Prozessivität besitzt vermutlich die DNA-Polymerase μ, die nur ein Nukleotid einsetzt, bevor sie sich wieder von der DNA ablöst.[1]

2.2 Weitere Enzyme die Prozessivität besitzen

3 Quellen

  1. Bloom, Linda B, and Goodman, Myron F(Apr 2001) Polymerase Processivity: Measurement and Mechanisms. In: eLS. John Wiley & Sons Ltd, Chichester.[doi: 10.1038/npg.els.0001052]
  2. Breyer, W. A. & Matthews, B. W. A structural basis for processivity. Protein Sci 10, 1699-1711, doi:10.1110/ps.10301 (2001).

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