Pigmentdispersionsglaukom
Synonym: Pigmentglaukom
Englisch: pigment dispersion glaucoma, PDG
Definition
Beim Pigmentdispersionsglaukom, handelt es sich um eine sekundäre Form des Offenwinkelglaukoms. Es entsteht infolge eines Augeninnendruckanstiegs durch freie Pigmentgranula in der Vorderkammer des Auges.
Ätiologie
Das Pigmentdispersionsglaukom entwickelt sich i.d.R. aus einem Pigmentdispersionssyndrom. Typisch ist die klinische Trias aus Pigmentablagerungen am Hornhautendothel (Krukenberg-Spindel), zirkulärer Iristransillumination (v.a. im Bereich des Pupillarsaums) sowie einer verstärkten Pigmentierung des Trabekelwerks.
Pathomechanismus
Freie Melaningranula lagern sich v.a. im Trabekelwerk ab und behindern dort die Abflusswege des Kammerwassers. Wie bei allen Glaukomformen kann der erhöhte Augeninnendruck zu einer progredienten Schädigung des Sehnervs (Papillenschädigung) mit entsprechenden Gesichtsfelddefekten führen und im fortgeschrittenen Stadium eine Erblindung verursachen.
Therapie
Die Therapie erfolgt primär konservativ mittels lokal applizierter, drucksenkender Augentropfen (Antiglaukomatosa). Darüber hinaus kann eine selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) in vielen Fällen effektiv zur Augeninnendrucksenkung beitragen.