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Phänokopie

1 Definition

Von einer Phänokopie spricht man, wenn durch die Einwirkung von nichterblichen, exogenen Faktoren der Phänotyp eines anderen (z.B. mutierten) Allels nachgeahmt wird. Der entsprechende Reiz muss zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung erfolgen.

2 Beispiel

Ein bekanntes Beispiel für eine Phänokopie ist das Medikament Thalidomid (Contergan), das bei Einnahme durch schwangere Frauen zu zahlreichen schweren Schädigungen (u.a. Dysmelien) am Ungeborenen führt. Ähnliche Missbildungen treten auch beim Okihiro- und Holt-Oram-Syndrom auf, die durch Mutationen im SALL4- bzw. TBX5-Gen verursacht werden. Thalidomid beeinträchtigt die Funktion von SALL4 und TBX5 und ahmt dadurch den Phänotyp der Mutation nach.

3 Literatur

Tags:

Fachgebiete: Genetik

Diese Seite wurde zuletzt am 19. November 2021 um 12:03 Uhr bearbeitet.

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