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Pallidum-mediale-Komplex

1 Definition

Der Pallidum-mediale-Komplex ist ein neuroanatomischer bzw. neurologischer Funktionskomplex. Er umfasst die im weitesten Sinne zu den Basalganglien zählenden Strukturen Globus pallidus medialis und Pars reticularis der Substantia nigra.

Der Pallidum-mediale-Komplex gilt als wichtigste Ausgangsstation der Basalganglien.

2 Hintergrund

Die beiden topografisch voneinander unabhängigen Kerngebiete weisen Ähnlichkeiten in der Histologie, im inneren Aufbau und in ihren Verbindungen auf.

Der Pallidum-mediale-Komplex ist eine wichtige, konvergente Schaltstation in der Basalganglienschleife. Afferenzen erhält er über zwei Wege aus dem Corpus striatum:

  • Direkter Weg: Das Striatum inhibiert den Pallidum-mediale-Komplex direkt. Es resultiert eine Aktivierung der Motorik.
  • Indirekter Weg: Das Striatum erregt den Pallidum-mediale-Komplex indirekt, nämlich über die zwischengeschalteten Stationen Pallidum laterale und Nucleus subthalamicus. Es resultiert eine Hemmung der Motorik.

Die Zielzellen der Neurone des Pallidum-mediale-Komplexes liegen im motorischen Thalamus (Nucleus ventralis anterolateralis). Durch seine GABAergen, inhibitorischen Efferenzen hemmt der Komplex stark tonisch den Thalamus.

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juli 2017 um 17:15 Uhr bearbeitet.

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