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Os parasphenoidale (Geflügel)

Synonym: Parasphenoidale

1 Definition

Als Os parasphenoidale bezeichnet man einen Schädelknochen beim Geflügel.

2 Anatomie

Das Os parasphenoidale entwickelt sich aus einem Deckknochen, der sich von unten dem Os basisphenoidale anlegt. Auf diese Weise entsteht in der Ontogenese ein Canalis parabasalis, aus dem der Canalis caroticus hervorgeht. Dieser zieht zwischen den beiden Knochenplatten von der Fossa parabasalis zur Fossa hypophysialis.

Im ausgewachsenen Zustand ist das Os parasphenoidale an der Schädelbasis von ventral als großer, dreieckiger Knochen zu erkennen. Am Knochen ist die Lamina basipharasphenoidalis paarig ausgebildet. Beiden Laminae fügt sich das unpaare Rostrum sphenoidale rostral an. Die Lamina basiparasphenoidalis ist kaudal durch die Crista fossae parabasalis gegen die Fossa parabasalis abgesetzt. Sie endet rostral in einer zarten Leiste (Crista basilaris transversa) und ist seitlich flügelartig zur Ala tympanica ausgezogen. Diese bildet sowohl die Ventralwand als auch mit ihrer freien Kante die ventrale Berandung des äußeren Gehörgangs (Meatus acusticus externus).

Das Rostrum sphenoidale springt als spitz zulaufender Knochensteg deutlich nach rostral vor. Seine Dorsalfläche geht in das Septum interorbitale des Os mesethmoidale über. Die freie Ventralseite steht gelenkig mit den Ossa pterygoidea und Ossa palatini in Verbindung. Gleichzeitig bietet die ventrale Fläche eine Auflage für den Vomer (Pflugscharbein).

Im Winkelbereich zwischen der Lamina basiparasphenoidalis und dem Rostrum sphenoidale treten der Canalis orbitalis (zweigt vom Canalis caroticus ab) sowie die Tuba pharyngotympanica communis aus. Letztere ist ein Knochenkanal, der beide Mittelohren mit dem Schlundkopfhöhle (Pharynx) verbindet.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band V: Geflügel. Parey, 2004.

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