Ortskodierung (MRT)
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Synonyme: räumliche Kodierung
Englisch: spatial encoding
Definition
Die Ortskodierung in der Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet die räumliche Zuordnung des MR-Signals zu einem bestimmten Ort im untersuchten Volumen. Sie erfolgt durch gezielte Variation des Magnetfeldes mittels Magnetfeldgradienten und ist Voraussetzung für die Bildentstehung.
Physikalische Grundlagen
Die Ortskodierung beruht darauf, dass die Larmorfrequenz proportional zur lokalen Magnetfeldstärke ist:
mit:
- = ortsabhängige Larmorfrequenz
- = gyromagnetisches Verhältnis
- = homogenes statisches Magnetfeld
- = Magnetfeldgradient (Feldänderung pro Längeneinheit)
- = Position entlang der Gradientenrichtung
Durch Überlagerung des homogenen B0-Magnetfeldes mit linearen Gradientenfeldern wird die Magnetfeldstärke ortsabhängig verändert. Dadurch erhalten Spins an unterschiedlichen Positionen unterschiedliche Präzessionsfrequenzen und Phasen.
Prinzip der Gradientenfelder
Magnetfeldgradienten sind räumliche Variationen des Magnetfeldes, die entlang der drei Raumrichtungen angelegt werden:
- x-Richtung (Frequenzkodierung)
- y-Richtung (Phasenkodierung)
- z-Richtung (Schichtselektion)
Sie erzeugen eine lineare Änderung der Magnetfeldstärke entlang der jeweiligen Achse.
Formen der Ortskodierung
Die Ortskodierung erfolgt in drei Schritten:
Schichtselektion
Während des Hochfrequenzpulses wird ein Gradient angelegt, sodass nur Spins mit einer bestimmten Larmorfrequenz angeregt werden. Die Bandbreite des HF-Pulses bestimmt dabei die Schichtdicke.
Frequenzkodierung
Während der Signalaufnahme wird ein Gradient angelegt, der zu einer ortsabhängigen Variation der Larmorfrequenz führt. Jeder Ort entlang dieser Achse ist durch eine charakteristische Frequenz codiert.
Phasenkodierung
Ein kurzzeitig angelegter Gradient führt zu einer ortsabhängigen Phasenverschiebung der Spins. Diese bleibt auch nach Abschalten des Gradienten bestehen und dient der Ortsinformation in der zweiten Raumrichtung.
k-Raum und Bildrekonstruktion
Die durch Frequenz- und Phasenkodierung gewonnenen Daten werden im k-Raum gespeichert. Jeder Punkt im k-Raum entspricht einer bestimmten Kombination aus Frequenz- und Phaseninformation. Durch Anwendung der Fourier-Transformation wird daraus ein Ortsbild rekonstruiert.