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Optisch-enzymatischer Test

1 Definition

Der optisch-enzymatische Test ist ein photometrisches Messverfahren, das der Aktivitätsbestimmung eines Enzyms dient.

2 Voraussetzungen

Um die Aktivität eines Enzyms zu messen, müssen alle an der Reaktion beteiligten Stoffe im Überschuss vorliegen, die Messung im pH-Optimum erfolgen sowie auf eine standardisierte Temperatur geachtet werden.

3 Arten des optisch-enzymatischen Tests

Man unterscheidet den einfachen optisch-enzymatischen Test und den zusammengesetzten optisch-enzymatischen Test.

3.1 Einfach optisch-enzymatischer Test

Die Aktivität von Enzymen, die NAD+ oder NADP+ als Cofaktor benötigen, wird mittels des einfach optisch-enzymatischen Tests gemessen. Grundlage ist dabei die Änderung des Absorptionsmaximums des Cofaktors. In der reduzierten Form als NADH bzw. NADPH hat es zwei Absorptionsmaxima bei 340 und 260 nm; kommt es zur Oxidation, besteht lediglich ein Absorptionsmaximum bei 260 nm. Diese Änderung wird mittels eines Photometers gemessen und anschließend mittels des Lambert-Beer'schen Gesetzes die Konzentration des Substrates berechnet, die in einer bestimmten Zeit umgesetzt wurde.

3.2 Zusammengesetzter optisch-enzymatischer Test

Dieser Test wird bei Reaktionen angewendet, die NAD+ bzw. NADP+ nicht als Cofaktor benötigen. Man versucht, eine Reaktion der eigentlichen Reaktion nachzuschalten, um so indirekt die Aktivität des Enzyms zu messen.

Fachgebiete: Labormedizin

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