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Mikrofrakturierung

Englisch: microfracture

1 Definition

Bei der Mikrofrakturierung wird iatrogen ein kleiner Knochendefekt gesetzt, um in einem Gelenk mit Knorpelschäden Reparaturmechanismen auszulösen. Die Technik stimuliert das Knochenmark und beruht auf dem Prinzip des "tissue response".

2 Prinzip

Die Mikrofrakturierung wird vor allem bei tiefen Knorpelschäden, die bis auf den darunterliegenden Knochen reichen, eingesetzt. Die Corticalis des frei liegenden Knochens wird instrumentell durchbrochen, bzw. mit kleinen Bohrungen versehen. Dadurch entsteht eine Verbindung zum darunterliegenden Knochenmark. Das aus der Knochenwunde austretende Blut spült Stammzellen an die Oberfläche, die am freiliegenden Knochen anhaften. Die Differenzierung dieser Stammzellen induziert die Entstehung von neuem Knorpelgewebe (Faserknorpel).

3 Instrumente

Der Eingriff erfolgt in der Regel im Rahmen einer Arthroskopie, ohne dass ein Eröffnen des Gelenks notwendig ist. Die Knochenwunde wird mit einem kleinem Hammer und einer speziellen Ahle (z.B. Stedman-Ahle) gesetzt. Durch Schläge das Hammers auf den Ahlenhandgriff treibt man die Spitze des Instruments kontrolliert in den Knochen und schlägt mehrere kleine Löcher in den Defekt.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. September 2016 um 11:22 Uhr bearbeitet.

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