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Mediensucht

Synonym: Medienabhängigkeit Englisch: addiction

1 Definition

Unter der Mediensucht versteht man die Abhängigkeit von Medien in vielfältiger Form. Die Mediensucht gehört zu den sogenannten "nichtstofflichen Süchten".

2 Abhängig machende Medien

  • Computer
  • Fernsehen
  • Mobiltelefone
  • Videospiele/Online-Spiele
  • Internet
  • Zeitschriften

3 Risikofaktoren

4 Epidemiologie

In den vergangenen Jahren ist eine Zunahme der Mediensucht zu verzeichnen. Dies hängt zum einen mit dem großen und steigenden Angebot an Medien zusammen als auch mit dem leichteren Zugang zu selbigen. Insbesondere unter den Jugendlichen und jungen Erwachsen ist eine Zunahme der Mediensucht zu verzeichnen.

5 Symptome

Wie bei jeder Sucht ist auch die Mediensucht dadurch charakterisiert, dass die Medien einen großen Teil des Tagesablaufs des Patienten bestimmen. Freundschaften und soziale Kontakte werden ebenso vernachlässigt wie oftmals die eigene Wohnung und der eigene Körper (mangelnde Hygiene, gestörtes Essverhalten). Patienten sind getrieben von einem Zwang, sich des Mediums bedienen zu müssen. In extremen Fällen können Entzugserscheinungen wie Herzrasen, Schwitzen, Nervosität und Unruhe auftreten.

6 Therapie

Oftmals dauert es lange, bis eine Mediensucht erkannt wird, da Medien Bestandteil des allgemeinen Lebens sind. Welche Therapieform nach einer erkannten Mediensucht zum Einsatz kommt, hängt vom Patienten und den Ursachen des Suchtverhaltens ab.

An erster Stelle sollte die Verhaltenstherapie stehen. Mittels dieser können auch Wege aus der Sucht gefunden werden. Der an der Mediensucht leidende Patient muss lernen, seinen Alltag ohne Medium zu strukturieren und es wieder in normaler Art und normalem Maß zu verwenden. In Analogie zur Alkoholsucht gibt es auch für die Mediensucht Selbsthilfegruppen.

Bedeutend ist auch als Angehörige darauf zu achten wie insbesondere Kinder und Jugendliche mit den Medien umgehen, um frühzeitig gegensteuern zu können.

7 Prognose

Die Prognose ist abhängig von der Einstellung des Patienten und inwieweit er etwas an seinem Zustand und seiner Sucht ändern möchte. Dazu kommt die Therapie und die Neustrukturierung des Alltags sowie die Reduktion oder Ausschaltung der Risikofaktoren. Ist dies gewährleistet, sind die Prognosen besser als bei anderen Süchten.

Fachgebiete: Psychiatrie

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