Mechanoinsensitive C-Faser
Synonym: stiller Nozizeptor
Englisch: mechanoinsensitive C-fiber, silent nociceptor
Definition
Mechanoinsensitive C-Fasern, kurz CMi, sind unmyelinisierte, afferente Nervenfasern, die unter physiologischen Bedingungen nicht auf mechanische Reize reagieren, jedoch im Rahmen von Entzündungen sensibilisiert werden können.
Hintergrund
Mechanoinsensitive C-Fasern gehören zur Gruppe der nozizeptiven C-Fasern. Sie machen einen großen Anteil der peripheren Nozizeptoren aus. Im Gegensatz zu mechanosensitiven C-Fasern zeigen sie bei mechanischer Stimulation nur eine geringe oder fehlende Aktivität.
Unter pathologischen Bedingungen, zum Beispiel bei Entzündungen oder oder Gewebeschädigungen, werden CMi durch Mediatoren (z.B. Prostaglandine, Bradykinin, Zytokine) aktiviert und können eine mechanische Sensitivität entwickeln. Dieser Prozess wird als "periphere Sensibilisierung" bezeichnet und trägt zur Entstehung von Hyperalgesie und Allodynie bei.
Klinik
Mechanoinsensitive C-Fasern spielen eine wichtige Rolle bei entzündlichen Schmerzsyndromen. Ihre Aktivierung wird mit chronischen Schmerzen, vor allem bei neuropathischen und entzündlichen Erkrankungen, in Verbindung gebracht.