Lusaka Agenda
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenEnglisch: Lusaka agenda
Definition
Die Lusaka Agenda ist ein gesundheitspolitisches Grundsatzdokument aus dem Bereich der globalen Gesundheit, das fünf strategische Veränderungen für die zukünftige Ausrichtung sogenannter Global Health Initiatives (GHIs) formuliert. Sie wurde am 12. Dezember 2023, dem Tag der Universal Health Coverage (UHC), veröffentlicht.
Hintergrund
Die Lusaka Agenda bildet den Abschluss des Future-of-Global-Health-Initiatives-Prozesses (FGHI), eines rund 14-monatigen Konsultationsverfahrens unter dem Vorsitz der Regierungen Kenias und Norwegens. Ziel des Prozesses war es zu klären, wie globale Gesundheitsinitiativen die nationale Finanzierung wirksamer ergänzen können, um gesundheitliche Wirkung im Sinne länderspezifischer Prioritäten und auf dem Weg zur universellen Gesundheitsversorgung zu erzielen. Der Name geht auf eine der abschließenden Konsultationen in Lusaka (Sambia) zurück.
Im Mittelpunkt stehen vor allem drei große GHIs:
- Gavi, the Vaccine Alliance
- Globaler Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria
- Global Financing Facility (GFF)
Anlass
Ausgangspunkt für die Entwicklung der Lusaka Agenda waren wiederkehrende Kritikpunkte an der internationalen Gesundheitsfinanzierung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Kritisiert wurden unter anderem eine mögliche Fragmentierung von Gesundheitssystemen, die unzureichende Berücksichtigung nationaler Prioritäten sowie die fehlende Nachhaltigkeit vieler Förderprogramme. Zusätzlichen Reformdruck erzeugten die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie, demografische Veränderungen und die zunehmende Bedeutung nichtübertragbarer Erkrankungen.
Handlungsfelder
Die Lusaka Agenda definiert fünf zentrale Entwicklungsrichtungen für das globale Gesundheitsfinanzierungssystem:
- Stärkerer Beitrag zur Primärversorgung durch eine wirksame Stärkung der Gesundheitssysteme.
- Katalytische Rolle hin zu nachhaltig und national finanzierten Gesundheitsleistungen und öffentlichen Gesundheitsfunktionen.
- Stärkung gemeinsamer Ansätze zur Erreichung von Chancengleichheit bei den Gesundheitsergebnissen.
- Erreichen strategischer und operativer Kohärenz.
- Koordinierung der Ansätze bei Produkten, Forschung und Entwicklung sowie regionaler Herstellung, um Markt- und Politikversagen in der globalen Gesundheit zu begegnen.
Umsetzung
Die Umsetzung liegt bei den Leitungsgremien der beteiligten Initiativen sowie bei den Partnerländern. Zur Überwachung der Umsetzung wird unter anderem ein Rechenschaftsmechanismus innerhalb der Afrikanischen Union aufgebaut.