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L-Carnosin

Synonyme: β-Alanyl-L-histidin, (S)-2-(3-Aminopropanoylamino)-3-(3H-imidazol-4-yl)propansäure
Englisch: L-carnosine

1 Definition

L-Carnosin ist ein Dipeptid, das aus β-Alanin und L-Histidin besteht. Es kommt in der Skelettmuskulatur und in den olfaktorischen Regionen des Gehirns vor.

2 Chemie

L-Carnosin hat die Summenformel C9H14N4O3 und eine molare Masse von 226,23 g/mol. Es schmilzt bei einer Temperatur von 260 °C.

3 Funktion

Die genaue Funktion von L-Carnosin im menschlichen Organismus ist bislang (2021) nicht gänzlich geklärt, jedoch geht man davon aus, dass es sich dabei um ein Neuropeptid handelt. In einigen Studien wurde die antioxidative Wirkung von L-Carnosin nachgewiesen, die jedoch scheinbar nicht die Hauptfunktion des L-Carnosins darstellt.[1]

4 Labormedizin

Der L-Carnosinspiegel kann sowohl im Blutserum als auch im Urin bestimmt werden.

4.1 Referenzwerte im Serum

Die Konzentration an L-Carnosin im Serum sollte bei < 10 µmol/l liegen.

4.2 Referenzwerte im Urin

  • Neugeborene und Säuglinge 1 Jahr: bis 800 µmol/g Kreatinin
  • Kleinkinder 2 bis 6 Jahre: bis 600 µmol/g Kreatinin
  • Schulkinder 7 bis 14 Jahre: bis 400 µmol/g Kreatinin
  • Erwachsene: bis 300 µmol/g Kreatinin

5 Quellen

  1. Aruoma OI et al. Carnosine, homocarnosine and anserine: could they act as antioxidants in vivo? Biochem J. 1989 Dec 15;264(3):863-9.

Tags:

Fachgebiete: Biochemie, Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2021 um 08:15 Uhr bearbeitet.

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