Koos-Klassifikation
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Loslegennach dem österreichischen Neurochirurgen Wolfgang Koos (1930–2000)
Englisch: Koos classification
Definition
Die Koos-Klassifikation ist eine radiologische Klassifikation zur Einteilung von Vestibularisschwannomen (Akustikusneurinomen). Sie bewertet die Tumoren anhand ihrer Größe und ihrer räumlichen Ausdehnung in Bezug zum Hirnstamm.
Geschichte
Die Koos-Klassifikation wurde 1998 von Koos et al. als Entscheidungshilfe zur radiologischen und neurochirurgischen Therapieplanung eingeführt.[1]
Klassifikation
Die Koos-Klassifikation teilt Vestibularisschwannome anhand ihrer Lokalisation und ihrer räumlichen Ausdehnung in Bezug auf den Hirnstamm in vier verschiedene Grade ein:[2][1]
- Grad I: kleiner intrakanalikulärer Tumor (< 10 mm), ausschließlich im inneren Gehörgang (Meatus acusticus internus)
- Grad II: intrakanalikulärer Tumor (< 20 mm) mit Protrusion in den Kleinhirnbrückenwinkel
- Grad III: Tumor im Kleinhirnbrückenwinkel (< 30 mm) mit Kontakt zum Hirnstamm (ohne Kompression)
- Grad IV: Tumor im Kleinhirnbrückenwinkel (> 30 mm) mit Kompression des Hirnstamms und Verschiebung der Hirnnerven
Alternativen
Alternative Klassifikationssysteme für Vestibularisschwannome sind die Hannover- und die Samii-Klassifikation.[3][4]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Universitätsspital Bern, Vestibularisschwannom, abgerufen am 18.05.2026
- ↑ Otoscape.com: Koos-Klassifizierung, abgerufen am 18.05.2026
- ↑ Universitätsklinikum Tübingen, Vestibularisschwannom, abgerufen am 18.05.2026
- ↑ Interessengemeinschaft Akustikusneurinom, Typisierung des Akustikusneurinoms, abgerufen am 18.05.2026
Literatur
- Radiopaedia.org, Koos-Classification of vestibular schwannomas, abgerufen am 18.05.2026