Kanalolithiasis
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LoslegenSynonym: Kanalolithiasis
Definition
Die Canalolithiasis ist ein pathophysiologisches Erklärungsmodell für den benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (BPLS). Es setzt die Anwesenheit frei beweglicher Otolithen innerhalb eines Bogengangs des Innenohrs voraus.
siehe auch: Kupulolithiasis
Pathophysiologie
Bei der Canalolithiasis lösen sich Otolithen aus dem Utriculus und gelangen in einen Bogengang, meist in den Canalis semicircularis posterior. Durch Lageänderungen des Kopfes bewegen sich die Partikel innerhalb der Endolymphe und erzeugen eine unphysiologische Reizung der Cupula. Dies führt zu Schwindelattacken und charakteristischem Nystagmus.
Klinik
Typisch sind kurze, lageabhängige Schwindelattacken, die durch bestimmte Kopfbewegungen ausgelöst werden. Die Beschwerden halten meist Sekunden bis wenige Minuten an.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt anhand der Anamnese sowie durch klinische Tests, z.B. das Dix-Hallpike-Manöver.
Therapie
Die Behandlung erfolgt durch Lagerungsmanöver, die darauf abzielen, die Otolithen aus dem betroffenen Bogengang zurück in den Utriculus zu bewegen. Am häufigsten wird das Epley-Manöver eingesetzt.