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KISS-Schema

1 Definition

Das KISS-Schema ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für Beckenverletzungen.

2 Methodik

Wenn

  • die Kinetik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
  • die Inspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
  • der Patient Schmerzen im Bereich des Beckens oder der unteren Extremitäten angibt,

ist eine Stabilisierung des Beckens im Sinne einer Beckenschlinge indiziert.

Wenn Kinematik, Inspektion oder Schmerz positiv sind, sollten neben der Stabilisierung keine weiteren Manipulationen am Becken erfolgen. Sind alle drei Kriterien negativ, kann die Stabilität überprüft werden - möglichst von einem erfahrenen Unfallchirurgen. Die präklinische Manipulation des Beckens hat keine Vorteile für den Patienten oder seine weitere Behandlung.

3 Quellen

Gassauer, M.; Münzberg, M.; Kreinest, M. (2015): Notärztliche Versorgung von Traumapatienten. In: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 10 (05), S. 391–403. DOI: 10.1055/s-0041-104490.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2019 um 17:56 Uhr bearbeitet.

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