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Judkins-Technik

nach Melvin P. Judkins (1922–1985), US-amerikanischer Kardiologe

1 Definition

Die Judkins-Technik ist eine Variante der Linksherzkatheteruntersuchung mit Zugang über die Arteria femoralis. In Deutschland ist Judkins-Technik - neben dem transradialen Zugang - die häufigste Form des Linksherzkatheters.

2 Durchführung

Bei der Judkins-Technik wird ein speziell vorgebogener Katheter durch einen Zugang in der Arteria femoralis eingeführt. Auf seinem Weg zu den Koronararterien passiert er folgende Gefäße:

Von der Aorta ascendens aus folgt das übliche Prozedere einer Linksherzkatheteruntersuchung.

3 Katheterformen

Die Judkins-Katheter zur Darstellung der rechten und linken Koronararterie sind unterschiedlich geformt. Der Katheter für die linke Koronararterie ("JL") ist J-förmig, der Katheter für die rechte Koronararterie ("JR") C-förmig. Die Katheter sind mit unterschiedlichen Krümmungsradien (JL3.5, JL4, JL4.5, JL5, JL6 usw.) und Durchmessern verfügbar. Beide Katheterformen verfügen über eine weiche Spitze, um Gefäßverletzungen zu vermeiden.

4 Nachsorge

Wie üblich bei Punktionen einer Arterie muss zur Vermeidung von Nachblutungen eine sofortige Kompression des Gefäßes erfolgen. Die Arteria femoralis wird mit einem Druckverband in der Leiste versorgt und nach Bedarf mit einem Gewicht (z.B. Sandsack) zusätzlich komprimiert. Bei dieser Technik sind Blutungskomplikationen selten, so kommt des oft lediglich zur Bildung eines Hämatoms ohne kritischen Verlauf.

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