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Immunstimulation

1. Definition

Der Begriff Immunstimulation umfasst therapeutische Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, das Immunsystem zu aktivieren. Substanzen, die eine Immunstimulation auslösen, nennt man Immunstimulantien. Die Immunstimulation ist eine Form der Immunmodulation bzw. der Immuntherapie.

2. Einteilung

Man unterscheidet die spezifische und die unspezifische Immunstimulation. Die spezifische Immunstimulation richtet die Aktivität des Immunssystems auf die Beseitigung eines bestimmten krankheitsauslösenden Faktors aus (z.B. ein Virus). Die bekanntesten Maßnahmen sind die Impfung mit Hilfe gereinigter Antigene eines Erregers oder die Gabe von monoklonalen Antikörpern bei Tumorerkrankungen.

Die unspezifische Immunstimulation versucht hingegen, das Immunsystem allgemein zu stimulieren, um eine Erkrankung günstig zu beeinflussen. Dazu zählen wissenschaftlich überprüfte Verfahren wie die Gabe von Zytokinen und Interferonen oder die BCG-Impfung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl alternativmedizinischer Konzepte (z.B. Eigenbluttherapie, Heilfasten u.ä.) und Präparate (z.B. Propolis, Echinacin), deren Wirksamkeit nicht oder nicht ausreichend durch kontrollierte klinische Studien belegt ist. Insbesondere in diesem Bereich wird der Begriff "Immunstimulation" häufig stark überdehnt und mit Wirkversprechen gekoppelt, die in vielen Fällen nicht eingelöst werden können.

Stichworte: Immunsystem, Immuntherapie
Fachgebiete: Immunologie

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Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
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24.07.2015, 14:36
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