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Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

(Weitergeleitet von ICSI)

Synonym: ICSI
Englisch: intracytoplasmic sperm injection

1 Definition

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI ist eine Methode im Rahmen der In-vitro-Fertilisation (IVF), bei der ein Spermium des Mannes in das Zytoplasma bzw. Ooplasma einer Eizelle der Frau injiziert wird.

2 Hintergrund

Bei der ICSI werden die die Ei- und die Samenzelle nicht sich selbst überlassen, so dass ein Scheitern der Befruchtung annähernd ausgeschlossen ist.

3 Indikation

Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion wird unter anderem eingesetzt:

ICSI

4 Methodik

Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion wird unter dem Mikroskop mit Hilfe von Mikromanipulatoren und Mikropipetten durchgeführt. Die Eizelle wird zunächst durch eine Haltepipette so fixiert, dass der Polkörper auf 6 Uhr steht. Von der gegenüberliegenden Seite wird auf 3 Uhr ein Mikroinjektor herangeführt, der ein einzelnes Spermium enthält. Der Injektor wird durch das Oolemma in das Zytoplasma der Eizelle ("Ooplasma") eingeführt. Nach der Injektion wird die Eizelle in das Nährmedium einer Zellkultur verbracht und am nächsten Tag auf eine erfolgreiche Befruchtung hin geprüft.

Die Selektion der Spermien für die intrazytoplasmatische Spermieninjektion erfolgt in der Regel aufgrund ihrer Morphologie und Beweglichkeit. Um reife Spermien genauer zu selektieren, kann seit 2006 die PICSI-Methode eingesetzt werden.

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