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Hu-Protein (Eukaryoten)

Synonym: Hu-Antigen

1 Definition

Die Hu-Proteine sind eine Familie RNA-bindender Proteine, die vorwiegend im Zellkern zentraler und peripherer Neuronen, aber auch in anderen Zellen vorkommen. Ihre genaue Funktion ist zur Zeit (2019) unklar.

2 Hintergrund

In Neuronen findet man HuB, HuC und HuD. Sie steigern die Expression von neuronalen Funktionsproteinen, indem sie die Stabilität ihrer mRNA im Zytoplasma steigern. Dadurch spielen sie wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der neuronalen Differenzierung und Plastizität.[1]

3 Klinik

Hu-Proteine werden verstärkt von den Tumorzellen des kleinzelligen Bronchialkarzinoms (SCLC) und Neuroblastoms exprimiert. Dies führt häufig zu einer Antikörperbildung gegen Hu-Proteine (anti-Hu, HuAb, ANNA-1), die beim SCLC prognostische Bedeutung hat.[2] Anti-Hu-Antikörper sind ebenfalls mit dem Auftreten einer paraneoplastischen Enzephalomyelitis (PEM) und/oder einer paraneoplastischen sensiblen Neuropathie (PSN, Denny-Brown-Syndrom) assoziiert, die auch als Anti-Hu-Syndrom gelabelt werden.[3]

4 Quellen

  1. M. N. Hinmana and H. Loua: Diverse molecular functions of Hu proteins Cell Mol Life Sci. 2008 Oct; 65(20): 3168–3181. doi: 10.1007/s00018-008-8252-6 PMCID: PMC2580827 PMID: 18581050
  2. Graus F et al: Anti-Hu antibodies in patients with small-cell lung cancer: association with complete response to therapy and improved survival. J Clin Oncol. 1997 Aug;15(8):2866-72.
  3. Senties-Madrid H, Vega-Boada F: Paraneoplastic syndromes associated with anti-Hu antibodies. Isr Med Assoc J. 2001 Feb;3(2):94-103.

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