Groningen-Klassifikation
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LoslegenEnglisch: Groningen classification of non-anastomotic biliary strictures
Definition
Die Groningen-Klassifikation ist eine radiologische Klassifikation zur Einteilung von nicht-anastomotischen Gallengangstrikturen (NAS) nach Lebertransplantation. Sie wurde am University Medical Center Groningen entwickelt und stellt eine vereinfachte Weiterentwicklung einer früheren NAS-Klassifikation von Buis et al. dar.[1]
Klassifikation
Die Einteilung kann anhand einer einzelnen MRCP bzw. Cholangiographie erfolgen und benötigt im Gegensatz zur Croome-Klassifikation keine Verlaufsbildgebung.[1]
| Kategorie | Radiologisches Erscheinungsbild |
|---|---|
| Kein NAS | Keine Auffälligkeiten des Gallengangsystems in der Bildgebung |
| Mild | Strikturen mit < 50 % Lumeneinengung in ≤ 2 biliären Zonen* |
| Moderat | Strikturen mit < 50 % Lumeneinengung in > 2 biliären Zonen* |
| Schwer | Strikturen mit ≥ 50 % Lumeneinengung und/oder diffuser Befall des gesamten intrahepatischen Gallengangsystems |
Groningen-Klassifikation nach Endo et al.[1]
Biliäre Zonen nach Buis et al.:[2] Hilusbifurkation, Gallengänge zwischen den Ästen 1. und 2. Ordnung, zwischen 2. und 3. Ordnung, periphere Gallengänge.
Mit zunehmendem Schweregrad nimmt die klinische Relevanz zu. In der Validierungsstudie waren moderate und insbesondere schwere NAS mit häufigeren Cholangitiden, mehr Interventionen und einer höheren Retransplantationsrate assoziiert. Patienten mit schwerer NAS zeigten zudem das ungünstigste Langzeitüberleben.[1]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Endo et al., Radiological classification of non-anastomotic biliary strictures after liver transplantation, Eur Radiol, 2026
- ↑ Buis et al., Nonanastomotic biliary strictures after liver transplantation, part 1: Radiological features and risk factors for early vs. late presentation, Liver Transpl, 2007