Gedankenflucht
Definition
Gedankenflucht beschreibt subjektiv das Erleben eines übermäßigen, schwer kontrollierbaren Gedankenstroms. Sie kann bei unterschiedlichen psychischen Belastungen auftreten und ist nicht notwendigerweise Ausdruck einer formalen Denkstörung.
Abgrenzung
Von der Gedankenflucht abgrenzt wird die Ideenflucht, die zu den formalen Denkstörungen zählt.
Hintergrund
Gedankenflucht ist eine Störung des Denkablaufs, bei der in kurzer Zeit sehr viele "flüchtige" Gedanken auftreten. Häufig kommt es durch den schnellen Gedankenwechsel und das deutlich gesteigerte Denktempo zu ständig neuen Assoziationen („vom Hundertsten ins Tausendste“).
Der Betroffene kann nicht bei einem Gedankengang verweilen. Im Unterschied zur assoziativen Lockerung bzw. Denkzerfahrenheit ist die Gedankenfolge zwar sprunghaft, bleibt aber noch nachvollziehbar.