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Flüssigkeitsbeatmung

Englisch: liquid ventilation

1 Definition

Unter einer Flüssigkeitsbeatmung versteht man eine alternative Beatmungsmethode, bei der statt Atemluft eine mit Sauerstoff angereicherte Flüssigkeit verabreicht wird. Verwendet werden dafür Flüssigkeiten, die Perfluorcarbone enthalten.

2 Indikation

Die Flüssigkeitsbeatmung ist keine Standardapplikation. Sie wird lediglich in dringenden Notfällen eingesetzt. Im Jahre 2000 kam sie im Berliner Charité erstmals in Deutschland zum Einsatz. Die Flüssigkeitsbeatmung kann eingesetzt werden bei:

3 Formen der Flüssigkeitsbeatmung

3.1 Vollständige Flüssigkeitsbeatmung

Bei der vollständigen oder totalen Flüssigkeitsbeatmung werden die Lungen vollständig mit Perfluorcarbonen, also mit Flüssigkeit, gefüllt und mit speziellen Flüssigkeitspumpen beatmet.

3.2 Partielle Flüssigkeitsbeatmung

Die partielle Flüssigkeitsbeatmung ist eine Kombination aus Füllen von Anteilen des Lungenvolumens bis zur funktionalen Residualkapazität und einer konventionellen Druckbeatmung.

4 Vorteile

  • Herabsenkung der Oberflächenspannung der Lungenalveolen dadurch
  • Verhinderung des Kollaps bei Lungenalveolen
  • Lunge lässt sich mit Flüssigkeit besser entfalten als mit Luft
  • Zunahme der funktionellen Residualkapazität

5 Nachteile

  • Technisch hoher Aufwand
  • Hohe Dichte der Perfluorcarbone erhöht Atemwegswiderstand und damit die Atemarbeit
  • Bisher keine Standardapplikation

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