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Erythrozytenaggregation

Synonym: Erythrozytenagglomeration

1 Definition

Unter Erythrozytenaggregation versteht man die Zusammenballung (Aggregation) von roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

2 Physiologie

Die Erythrozytenaggregation wird durch Anziehungskräfte zwischen den Erythrozyten verursacht, die bei langsamer Flußgeschwindigkeit oder bei Stillstand des Blutstroms wirksam werden. Die Zellen verklumpen zu einem so genannnten Rouleaux, ein Prozess den man auch als Pseudoagglutination bzw. "Geldrollenbildung" bezeichnet. Schwache mechanische Kräfte reichen aus, um ein Rouleaux wieder aufzulösen.

Der Grad der Erythrozytenaggregation wird unter anderem durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • die Verformbarkeit der Erythrozytenmembran
  • die Sialylierung der Erythrozytenmembran
  • die Maskierung negativer Ladungen durch Plasmaproteine

Die Erythrozytenaggregation bestimmt maßgeblich den Grad der Blutviskosität und der Sedimentationsrate der Erythrozyten, die beispielsweise bei der Blutsenkungsreaktion (BSR) gemessen wird.

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Oktober 2010 um 17:38 Uhr bearbeitet.

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