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E-Health

Synonyme: Online-Health, "Cybermedizin", Telemedizin

1 Definition

Der Begriff E-Health fasst die Anwendungen von elektronischen Medien im Rahmen der Gesundheitsversorgung und des sonstigen Medizinsektors zusammen. Ein Beispiel für E-Health sind diverse Vorgehensweisen der modernen Medizin, die sich auf die Infrastruktur und die technologische Vielfalt des Internets stützen. Hierbei sei insbesondere das Verfahren des Fern-Monitorings zu nennen, bei dem die Vitalwerte des Patienten (Blutdruck, Herzfrequenz, Gewicht, Blutzucker) digital an den behandelnden Arzt gesendet werden. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist die Versendung und der Austausch von medizinischem Bildmaterial wie Röntgenbilder, Thorax-CT o.ä.

2 Formen

E-Health-Anwendungen sind im Gesundheitssystem weit verbreitet - sowohl in Arztpraxen, als auch in großen Universitätskliniken oder Forschungsinstituten. Anwendungsszenarien sind:

  • Information: Bereitstellung von Informationen für Patienten und medizinischem Fachpersonal über Informationsportale im Internet
  • Interaktion: Informationsaustausch oder Austausch von Daten zwischen Beteiligten, wobei eine unmittelbare Reaktion des Gegenüber möglich ist (Fern-Monitoring, Home-Monitoring)
  • Kommunikation: der Austausch von Informationen zwischen zwei Beteiligten, z.B. Arzt und Patient ohne eine direkte Reaktion des Kommunikationspartners
  • Transaktion: ein gezielter Datenaustausch zwischen zwei verschiedenen Partnern; vollständige elektronische Abbildung medizinischer Leistungen (Elektronische Patientenkarte)
  • Integration: Lebenslange Aufzeichnung aller medizinisch relevanten Daten über den Zustand des Patienten mit der Integration von allen medizinisch und nicht-medizinischen Fakten mit der Möglichkeit des Patienten, Dinge hinzuzufügen bzw. zu ergänzen (elektronische Krankenakte).

3 Themenbereiche

Das Gebiet des E-Health stellt genaugenommen einen Oberbegriff für viele verschiedene Themenbereiche dar. Einige wichtige Themengebiete sind:

4 Vorteile und Nachteile

Die Vorteile einer elektronikgestützten Medizin liegen sicherlich insbesondere im raschen und effektiven Austausch von Informationen. Dieser führt letztlich zu einer Verbesserung und Beschleunigung einer effektiven Therapieeinleitung bzw. Therapieauswahl. Auf Veränderungen des Gesundheitszustandes kann wesentlich schneller reagiert werden. Ebenfalls deutlich vereinfacht sind die Auswahl und das Informationsangebot über Therapieangebote im Unkreis des Patienten. Allerdings birgt die große Digitalisierung auch immer die Gefahr, dass die persönliche Arzt-Patienten-Beziehung mehr und mehr abgeschwächt wird. Eine Kommunikation über das Internet darf – gerade bei ernsten Erkrankungen – niemals einen Ersatz für ein persönliches und vertrauliches Gespräch zwischen dem Patienten und dem Arzt darstellen.

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