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Ductus venosus hepatis

nach Galenos von Pergamon (2. Jh. n. Chr.), griechischer Anatom, bzw. Giulio Cesare Aranzi (1530-1589), italienischer Anatom
Synonyme: Ductus venosus Galen; früher Ductus venosus Arantii, Ductus arantii
Englisch: ductus venosus, Arantius' duct

1 Definition

Der Ductus venosus hepatis ist eine embryonal angelegte "Umleitung", die einen Großteil des sauerstoff- und nährstoffreichen Blutes der Plazenta über die Vena umbilicalis an der Leber vorbei, in die untere Hohlvene (Vena cava inferior) führt. Postnatal obliteriert er zum Ligamentum venosum.

2 Funktion

Die Funktion des Ductus venosus hepatis besteht vor allem darin, das sauerstoffreiche Blut aus der Plazenta durch die Vena umbilicalis so schnell wie möglich in den Körperkreislauf zu bringen. Daher ist es wichtig, dass die Leber umgangen wird und das Blut direkt in die untere Hohlvene (Vena cava inferior) gelangen kann. Von dort fließt ein Teil des Blutes vom rechten Vorhof, durch das Foramen ovale cordis in den linken Vorhof und erreicht so den Körperkreislauf.

Das Blut, das über den rechten Ventrikel in Richtung Lunge gepumpt wird, gelangt über den Ductus arteriosus ebenfalls in den Körperkreislauf.

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Fachgebiete: Allgemeine Embryologie

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