Drug-Checking
Synonyme: Drogenprüfung, Pill Testing
Definition
Drug-Checking bezeichnet die chemische Analyse von illegal erworbenen psychotropen Substanzen, um deren tatsächliche Zusammensetzung und Wirkstoffkonzentration herauszufinden.
Hintergrund
Aufgrund fehlender Qualitätskontrolle von Substanzen auf dem Schwarzmarkt besteht eine deutlich erhöhte Gefahr einer Intoxikation durch eine unabsichtliche Überdosierung oder eine Kontamination durch hinzugefügte Streckmittel.
Einzelne europäische Länder befürworten und fördern die anonyme Überprüfung solcher Substanzen in dafür spezialisierten Einrichtungen. Im privaten Kontext können Reagenzien (z.B. Mandelin-Reagenz oder Marquis-Reagenz) basierend auf der Farbveränderung grobe Einschätzungen über das Vorhandensein von Stoffen bieten. Sie liefern aber wenig Aussagekraft zur Reinheit oder Konzentration jeweiligen Stoffe.
Rechtliche Grundlage
In Nordrhein-Westfalen basiert das Drug-Checking auf der "Verordnung zur Durchführung von Modellvorhaben zu Substanzanalysen nach § 10b BtMG".[1] Auf das Angebot des Drogen-Checkings können ausschließlich Nutzer von Drogenkonsumräumen zurückgreifen und die Analyse ist auf die zum Eigenkonsum mitgeführten Betäubungsmittel beschränkt.
Einzelnachweis
- ↑ Verordnung zur Durchführung von Modellvorhaben zu Substanzanalysen nach § 10b BtMG, abgerufen am 30.4.2026