Dosismonitoring (Radiologie)
Definition
Das Dosismonitoring ist die systematische Erfassung und Bewertung der Strahlenexposition von Patienten bei radiologischen Untersuchungen. Es dient der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung der Dosis im Rahmen der Qualitätssicherung.
Hintergrund
Moderne radiologische Geräte erfassen automatisch Dosisparameter wie CTDIvol, Dosislängenprodukt oder Dosisflächenprodukt. Diese Daten können gespeichert, ausgewertet und mit Referenzwerten verglichen werden. Das Dosismonitoring ermöglicht damit eine objektive Beurteilung der Strahlenexposition im klinischen Alltag und unterstützt die Umsetzung des ALARA-Prinzips.
Durchführung
Das Dosismonitoring erfolgt in der Regel softwaregestützt. Die erfassten Dosisdaten werden aus den bildgebenden Systemen übernommen und zentral ausgewertet. Dabei werden unter anderem:
- Dosiswerte einzelner Untersuchungen dokumentiert
- statistische Auswertungen durchgeführt
- Überschreitungen von diagnostischen Referenzwerten identifiziert
Bei auffälligen Werten erfolgt eine Analyse der Ursachen, beispielsweise im Hinblick auf Untersuchungsprotokolle oder Geräteeinstellungen.
Anwendung
Das Dosismonitoring wird insbesondere eingesetzt in:
Es ermöglicht sowohl die Betrachtung einzelner Untersuchungen als auch die Analyse größerer Patientenkollektive.