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Déviation conjuguée

nach dem schweizem Neurologe Jean Louis Prévost (1838 - 1927)
Synonyme: Prévost-Zeichen (nach dem Erstbeschreiber), konjugierte Blickrichtungsabweichung
Englisch: conjugate eye deviation (CED), ipsilesional gaze shift

1 Definition

Die Déviation conjuguée ist eine unwillkürliche, nicht-beeinflussbare, gleichsinnige Bewegung beider Augen (Blickdeviation), die bei einseitigen Hirnläsionen auftritt.

2 Hintergrund

Bei der Déviation conjuguée kommt es zu einer gleichsinnigen Bewegung beider Augen in eine Richtung ohne Schielen. Begleitend kann eine unwillkürliche Drehung des Kopfes in dieselbe Richtung auftreten.

Ursache ist eine temporäre oder dauerhafte Funktionsstörung des blickmotorischen Feldes, oft als Folge eines Schlaganfalls. Da der Blick zur Seite der Läsion gerichtet ist, spricht man auch von einem "Herdblick". Er kann durch eine schnelle passive Kopfbewegung, die einen vestibulookulären Reflex auslöst, kurzzeitig überwunden werden. Auch pontine Läsionen können eine Déviation conjuguée auslösen, die dann aber zur Gegenseite der Läsion gerichtet ist.

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