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Chemoprävention

Synonym: präventive Chemotherapie

1 Definition

Als Chemoprävention bezeichnet man die Verabreichung eines Medikaments zur Vorbeugung eines Krankheitsausbruchs bzw. zur Vorbeugung der Reaktivierung eines ruhenden Erregers.

2 Abgrenzung

Die Chemoprävention darf nicht mit einer Chemoprophylaxe verwechselt werden. Letztere dient der Vermeidung einer Infektion, während die Chemoprävention dazu dient, eine Erkrankung nach erfolgter Infektion zu verhindern. Im klinischen Sprachgebrauch werden diese Feinheiten jedoch häufig übergangen und beide Begriffe synonym verwendet.

2.1 Beispiel

Anhand des Beispiels der Tuberkulose lassen sich Chemoprävention und Chemoprophylaxe gut abgrenzen:

Die Chemoprävention wird bei einer latenten Tuberkuloseinfektion eingeleitet. In diesem Fall sind bei dem Patienten vitale Mykobakterien nachweisbar und mittels der Chemoprävention wird die konsekutive Tuberkulose verhindert.

Im Unterschied zur Chemoprävention handelt es sich bei der Chemoprophylaxe um die Einleitung einer medikamentösen Behandlung, bevor bei einem Patienten die Infektion mit dem Mycobacterium tuberculosis nachweisbar ist. Diese Therapie wird entsprechend an Kontaktpersonen einer infizierten Person durchgeführt.

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Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Dezember 2020 um 11:46 Uhr bearbeitet.

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